Projekt

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Vision und Geschichte

Im Jahr 2009 führten wir in Zürich eine Gassenweihnacht durch und wurden vom Andrang und der Not überrascht. In den folgenden Jahren entstand eine aufsuchende Gassenarbeit und die Gassenweihnacht wurde zu einem immer grösseren Anlass, der heute in drei Städten stattfindet. Über die Weihnachtstage ermöglicht dieser Anlass nun über 300 Menschen am Rande der Gesellschaft eine festliche Feier und verleiht ihnen Würde als Mensch.

Berührt von der grossen Not der obdachlosen Menschen fingen wir an, Leute in Not bei uns aufzunehmen und ihnen einen Platz zum schlafen anzubieten. Aus dieser kleinen Idee wurde eine immer grössere Geschichte. Zuerst wohnten wir in einem Zweifamilienhaus und bald schon hatten wir Leute in jedem Raum, egal ob im Keller oder im Estrich. Nachdem wir noch einen Wohnwagen in den Garten gestellt hatten, um auch dort Menschen zu beherbergen, wurde es Zeit weiterzuziehen.

Die nächsten Jahre wohnten wir in einem Abbruchhaus mitten in der Stadt Winterthur. Wir lebten als Familie mit einem Team von verschiedenen kreativen und sozial denkenden Menschen mit bis zu 15 Obdachlosen, Suchtkranken und Flüchtlingen unter einem Dach. In dieser Zeit durften wir viele Dinge erleben und sehen. Ausserdem haben wir erlebt, wie Menschen durch praktisch ausgelebte Liebe verändert werden und wieder Halt im Leben finden.

Im Sommer 2016 haben wir mitten im Naturpark Gantrisch eine kleine Pension und einen Bauernhof übernommen. Wir wohnen zusammen mit verschiedenen Tieren, Menschen in der Lebensgemeinschaft sowie verschiedensten Gästen, welche in der Pension zur Ruhe kommen. Die Gemeinschaft, die Spiritualität und die Zeit in der Natur sind für uns Teil des ganzen Offenen Hauses.

Um Menschen in Not sofort zu helfen, stehen mehrere Gästezimmer zur Verfügung.

Es besteht auch die Möglichkeit für eine Auszeit, um zur Ruhe zu kommen, Neuorientierung im Leben zu finden oder Seelsorge in Anspruch zu nehmen.

Unser Menschenbild ist ein christliches, deshalb teilen wir unser Leben mit Menschen am Rande der Gesellschaft.

Unsere Vision hat auch einen soziologischen Hintergrund; wir glauben, dass den Menschen in Not nebst externer professioneller Begleitung auch Würde und Hoffnung vermittelt werden sollte, Menschen erhalten als Gäste bei uns familiären Anschluss..

Durch das Zusammenleben mit einer Familie mit vier kleinen Kindern und dem Gästehaus kann genau dieser Grundsatz umgesetzt werden. Durch die Annahme, das Essen am Familientisch und das alltägliche Leben finden viele Betroffene psychische Stabilität, Hoffnung und die Integration geht deutlich schneller voran.

Am Abend sitzen oft um die 15 Leute am Esstisch. Die dort herrschende Atmosphäre ist eine spezielle und jeder sollte erlebt haben, was sie mit den Menschen macht – es gibt kaum Worte, um das beschreiben zu können.

Wir glauben, dass die Würde eines jeden Menschen unantastbar ist und wir nicht in starren Konzepten Hilfe in Not  anbieten sollen. Wir wollen individuell und auf die Bedürfnisse jedes Gastes eingehen und sie als Würdevolle Menschen behandeln.

Regelmässig sind wir in Zürich und Bern an den sozialen Brennpunkten unterwegs und verbringen mit Obdachlosen Menschen Zeit und arbeiten mit anderen Organisationen zusammen um den Nöten zu begegnen.

Neu werden wir mit einer Gassenküche in der Stadt starten.

Wir leben zu 100% von Spenden, da die meisten Menschen, die bei uns wieder Halt finden, keinerlei Finanzierung erhalten. Deshalb sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen, damit wir den Menschen am Rande der Gesellschaft ein Bett zur Verfügung stellen können.
Wir freuen uns über Jede und Jeden, die uns besuchen und unsere Villa Kunterbunt kennenlernen möchten.

Danke allen, die mit uns Leben teilen und uns Unterstützung bieten.